Warum ein Anamnesebogen
Vor dem ersten Training musst du wissen, mit wem du arbeitest: welches Ziel dein Kunde hat, welche Erfahrung, ob ihm etwas wehtut und ob es gesundheitliche Einschränkungen gibt. Der Fragebogen spart dir Zeit beim ersten Termin, hilft dir, ein sicheres Training zu planen, und zeigt dem Kunden, dass du professionell arbeitest.
Anamnesebogen-Generator
Den Papierbogen druckst du aus, den digitalen füllt dein Kunde direkt am Handy aus und unterschreibt mit dem Finger.
Datenschutz (DSGVO)
Kontakt
Ziele und Motivation
Gesundheit (PAR-Q+)
Krankengeschichte
Lebensstil
Training und Zeit
Trainingsbedingungen
Auf eigenes Risiko
Einwilligung
Dein Kunde kann den Fragebogen auch zu Hause ausfüllen – schick ihm einfach den Link. Das ausgefüllte PDF schickt er dir dann per WhatsApp oder E-Mail.
Was in den Fragebogen gehört
Der Fragebogen orientiert sich an dem, was Trainerverbände für die Aufnahme neuer Kunden empfehlen: ein kurzes Gesundheits-Screening nach PAR-Q+, Krankengeschichte, Lebensstil, Trainingserfahrung und Ziele.
- Kontakt – Name, Telefon, E-Mail und ein Notfallkontakt.
- Ziele und Motivation – was der Kunde erreichen will, bis wann und warum gerade jetzt. Die Antwort auf das „Warum“ hilft dir später, ihn zu motivieren.
- Gesundheit (PAR-Q+) – sieben Fragen zu Herz, Blutdruck, Brustschmerzen, Schwindel, Erkrankungen, Medikamenten und Bewegungsapparat. Beantwortet der Kunde alle mit Nein, kann er mit dem Training beginnen. Lautet eine Antwort Ja, ist es sinnvoll, dass er vor Trainingsbeginn ärztlichen Rat einholt.
- Krankengeschichte – wo er Schmerzen hat, Verletzungen, Operationen, Medikamente und Erkrankungen in der Familie.
- Lebensstil – Beruf, Schlaf, Stress, Bewegung im Alltag, Ernährung, Alkohol und Rauchen. Sie beeinflussen die Regeneration und wie schnell sich Ergebnisse einstellen.
- Training und Zeit – Erfahrung, was ihm Spaß macht und wann er trainieren kann. So siehst du sofort, welche Termine du ihm anbieten kannst.
- Bedingungen und DSGVO – Absageregeln (zum Beispiel 24 Stunden vorher), Training auf eigenes Risiko und Informationen zur Datenverarbeitung nach DSGVO. Für Gesundheitsdaten brauchst du die ausdrückliche Einwilligung des Kunden. Eine Unterschrift „auf eigenes Risiko“ befreit dich nicht von der Haftung für eigene Fehler.
- Einwilligung und Unterschrift – Bestätigung der Angaben, Hinweis auf die Risiken des Trainings und Einwilligung in die Datenverarbeitung.
Geh den Fragebogen mit dem Kunden persönlich durch, noch vor der ersten Messung oder dem ersten Test. Den Gesundheitsteil aktualisierst du alle 12 Monate oder bei jeder größeren gesundheitlichen Veränderung.
Gesundheitsdaten sind sensibel
Gesundheitsdaten gehören laut DSGVO zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten. Erhebe nur, was du wirklich brauchst, bewahre sie sicher auf und gib sie nicht weiter. Ausgefüllte Papierbögen gehören in einen abschließbaren Schrank, nicht in die Sporttasche. Die Vorlage ist keine Rechtsberatung – frag im Zweifel eine Fachperson für Datenschutz.
Häufige Fragen
Wann sollte der Kunde den Fragebogen ausfüllen?
Am besten vor dem ersten Training – schick ihn als PDF oder druck ihn aus und lass ihn zu Beginn des ersten Termins ausfüllen.
Was, wenn der Kunde eine Gesundheitsfrage mit Ja beantwortet?
Das heißt nicht, dass er nicht trainieren darf. Es ist aber sinnvoll, dass er vor Trainingsbeginn oder vor einer Steigerung der Belastung ärztlich abklärt, ob alles in Ordnung ist.
Wie oft sollte man den Fragebogen aktualisieren?
Einmal im Jahr oder bei jeder größeren Veränderung – nach einer Verletzung, einer Operation, einer Schwangerschaft oder bei einer neuen Erkrankung.